Inbound Marketing 2022: Definition, Vorteile, Umsetzung

28 . Juni 2022
Lesezeit: 12 Minuten
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Um in den scheinbar endlosen Weiten des Internets die richtigen Kunden finden und für sich gewinnen zu können, darf Inbound Marketing in Ihrem Unternehmen nicht fehlen. Wir erklären Ihnen, worauf es ankommt.

Als 1997 rund 4,1 Millionen Nutzer  gelegentlich das Internet nutzten, hätte so manch einer kaum erwartet, dass sich diese Zahl zehn Jahre später auf 40,8 oder in 2020 auf 66 Millionen erhöhen würde. Zum einen sind diese Statista Daten bei 83 Millionen Einwohnern Deutschlands ziemlich beeindruckend, gleichzeitig bedeutet das aber auch, dass sich unter all diesen im Internet aktiven Menschen eine ziemlich wichtige Gruppe befindet: Ihre Kunden.

Mit der richtigen Strategie werden Sie in diesem 83-Millionen-Heuhaufen die richtigen Nadeln finden: Ihre Zielgruppe, die auf der Suche nach Ihnen und Ihren Produkten ist. Seit einigen Jahren wird von Unternehmen aus verschiedensten Branchen zunehmend eben diese Strategie angewandt, die das veränderte Kaufverhalten der Menschen erkennt und gewinnbringend einsetzt: das Inbound Marketing. In diesem Beitrag erklären wir Ihnen, worum es bei dieser Marketing Methode geht, welche Vorteile sie Ihrem Unternehmen bringt und was Sie rund um Inbound alles beachten sollten.

 

Was ist Inbound Marketing?

Wer heutzutage ein Bedürfnis, einen Wunsch oder eine Frage hat, der greift zum internetfähigen Gerät seiner Wahl und macht sich virtuell auf die Suche. Online findet er oder sie in der Regel schnell einen Bäcker in der Nähe, das passende Geburtstagsgeschenk für den Bruder oder vielleicht ein leckeres Bananenbrotrezept mit Video-Anleitung. Früher setzten Marketer hauptsächlich auf Outbound Marketing und Werbung über das Fernsehen, Zeitungen, Radios, Plakate etc. Heutzutage rückt das „nach innen gerichtete“ Inbound Marketing vermehrt in den Fokus. Dabei setzen Sie kundenorientierte Inhalte ein, um eine nachhaltige Verbindung zu Ihrer Zielgruppe aufzubauen, von der beide profitieren. Kurz gesagt: Sie liefern Content und Kontext, d.h. Beiträge, für die sich Ihre Kunden interessieren, die auf Fragen und Probleme eingehen, diese lösen und IhreUnternehmen als Branchenexperte auszeichnen.

 

Inbound Marketing Prozess

Der Inbound Marketing Prozess basiert auf einem nachhaltigen Konzept, den Sie bei der Content Creation berücksichtigen müssen.

  1. Sie machen Ihre Kunden auf Ihr Unternehmen und Ihre Inhalte aufmerksam.
  2. Sie treten in Kontakt und interagieren mit Ihren Kunden.
  3. Sie begeistern Ihre Kunden mit Ihren Inhalten und gewinnen sie für sich.

Wenn Sie und Ihre Mitarbeiter genau verstehen, welche Bedürfnisse Ihre Zielgruppe hat, dann können Sie auch deren Customer Journey nachvollziehen. Dadurch, dass Sie für jede Etappe relevante Inhalte bereitstellen, wird aus einer rasch getätigten Suchanfrage ein glücklicher Kunde machen, der gerne zu Ihnen zurückkehrt.

Reicht das bereits, um Sie zu überzeugen? Dann vereinbaren Sie doch einfach ein Beratungsgespräch mit unseren Fachexperten. Gerne beraten wir Sie zur Inbound Strategie für Ihr Unternehmen.


Oder lesen Sie weiter und erfahren Sie mehr über die Vorteile von Inbound Marketing und welche Tools 2021 relevant sind.

 

Welche Vorteile hat Inbound Marketing für Unternehmen?

  • Wertvolle Datenanalysen Die wertvollen Einblicke über das Verhalten Ihrer potenziellen Kunden helfen Ihnen einerseits dabei geeigneten Content zu erstellen. Andererseits geben Sie Aufschluss darüber, wie gut die Produkte und Leistungen Ihres Unternehmens ankommen, wer wirklich daran interessiert ist und was Sie gegebenenfalls verbessern können. Sie erfahren, welche Methoden und Maßnahmen Leads generieren und welche weniger Früchte bringen.

  • Die zielgerichtete Kundenansprache Anstatt den Kunden Ihre Produkte „aufzudrücken“, sorgen Sie dafür, dass bei den Kunden das Verlangen danach erzeugt bzw. verstärkt wird. Diese Bewegung vom Push-Marketing hin zum Pull-Marketing ist anfangs vielleicht mit mehr Aufwand verbunden, stellt aber einen nachhaltigeren Prozess dar, mit dem Sie zielsicher und vertrauensvoll mit Ihren Kunden in Kontakt treten.

  • Eingrenzung Ihrer Zielgruppe Beim Inbound Marketing ist die Beziehung zu Ihren Kunden ein wichtiger Aspekt. Sie lernen Ihre Zielgruppe genau kennen und setzen sich mit der Buyer Persona auseinander. Dabei handelt es sich um einen semi-fiktiven Charakter, der auf den realen Erkenntnissen und Annahmen Ihres idealen Kunden basiert. Würde Kunde X beispielsweise gerne ein Anleitungsvideo sehen? Interagiert er in den sozialen Medien wenig, häufig oder regelmäßig mit Unternehmen? Findet Kunde X vielleicht einen Newsletter viel ansprechender, weil er kein Instagram benutzt? Es geht also darum, Ihren Kunden auf Augenhöhe zu begegnen und sie genau da abzuholen, wo sie sich aktuell mit ihren Bedürfnissen und Erfahrungen befinden. Wenn Sie den passenden Content liefern und Qualität vor Quantität stellen, bauen Sie auch qualitativ wertvolle Beziehungen auf.

  • Thought Leadership Wird in Ihrer Branche bisher kaum Inbound Marketing eingesetzt, ist das kein Grund, es nicht selbst zu versuchen. Ganz im Gegenteil ist es die perfekte Gelegenheit, um sich als Vorreiter zu positionieren und als Branchenexperte wahrgenommen zu werden. Sie gewinnen dabei nicht nur das Interesse Ihrer Kunden, sondern auch deren Vertrauen.

Um Sie mit dem passenden Rüstzeug auszustatten, haben wir für Sie wichtige Kommunikationswege für Inbound Marketing Strategie 2021 zusammengefasst.

Welche Kommunikationswege sollten Sie 2021 kennen?

Was in der einen Branche gut klappt, gelingt unter Umständen in der anderen überhaupt nicht. Bevor Sie also wie verrückt jegliche Kommunikationswege einschlagen, sollten Sie zunächst herausfinden, wie Sie Ihre Zielgruppe am besten erreichen. Denn ohne eine gezielte Inbound Marketing Strategie verlieren Sie Zeit, Ressourcen und Ihren Kopf.

Google:

Der erste große Player der Online-Welt, mit dem Sie sich vertraut machen sollten, ist Google. In den meisten Fällen beginnt hier die Suche, auf die sich potenzielle Kunden begeben. Sie können durch organischen Traffic Einfluss darauf nehmen, wie gut Sie online zu finden sind, Ihre Inbound Strategie mit Werbeanzeigen über Google Ads verstärken und mithilfe von Google Analytics Informationen darüber sammeln, wie gut welche Maßnahmen funktionieren.

Social Media:

Ein weiterer, essentieller Teil des Inbound Marketings sind die Sozialen Medien. Facebook, Instagram, TikTok, Twitter, Snapchat – sie alle funktionieren auf unterschiedliche Art und Weise. Während Unternehmen bei den meisten Plattformen mit dem Endkunden direkt kommunizieren, können Netzwerke wie LinkedIn oder Xing auch für B2B Zwecke genutzt werden, um Inhalte über eigene Mitarbeiter nach außen zu tragen, eine Community aufzubauen und mit anderen Unternehmen Geschäftsbeziehungen aufzubauen.

Youtube:

Mit mehreren Millionen Usern täglich hat die Videoplattform Youtube eine interessante Variante zum klassischen Fernsehen geschaffen, die sich bestens dafür eignet, visuelle Inhalte in Form von Videos zu generieren. Webinare eignen sich besonders gut, um als Experte aufzutreten und wichtige Informationen zu vermitteln, da sich so effizient und preiswert Leads generieren lassen.

Messenger:

WhatsApp bietet ebenfalls Dienste für Unternehmen, die das Beantworten von Fragen, Nachrichten und Anregungen ermöglichen, ähnlich wie E-Mail-Kampagnen oder Newsletter, die dabei helfen, stets in Kontakt mit Ihren Kunden zu bleiben, sie über neue Produkte zu informieren und immer ein offenes „Ohr“ für jegliche Anliegen zu haben.

Public Relations (PR):

Auch PR, also Öffentlichkeits- und Pressearbeit, ist ein guter Weg, um neben der Kundengewinnung das Auftreten und die Repräsentation Ihres Unternehmens positiv darzustellen, damit Kunden noch mehr Vertrauen in Ihre Professionalität und Expertise aufbauen. Hier arbeiten Sie mit Redakteuren und Journalisten zusammen, die dann über Ihre Inhalte (Pressemitteilungen, Fallstudien, Podcasts, etc.) schreiben und beispielsweise in Fachmagazinen veröffentlichen. Das rückt Ihr Unternehmen in ein professionelles Licht, was wiederum für qualitativ wertvolle Leads und begeisterte Kunden sorgt. Lernen Sie Ihre Zielgruppe genau kennen, um die richtigen Tools für Ihre Inbound Strategie zu wählen. Worauf es dann noch ankommt, erläutern wir im Folgenden.

Warum darf der Corporate Blog in Ihrer Inbound Strategie nicht fehlen?

Der Begriff “Blog” entstand ursprünglich erst Ende der 90er, zuvor wurde aber bereits das sogenannte „Usernet“ genutzt, das neben HTML und dem World Wide Web vom Informatiker Tim Berners-Lee erfunden und geprägt wurde. Das Netzwerk sollte als Nachrichtenforum für serielle Veröffentlichungen und Diskussionen fungieren und bot damit das Fundament, auf dem die heutigen “Online-Tagebücher” bauen. Im November 2020, gerade einmal 30 Jahre später, wurden allein die Blogs der bekannten Plattform WordPress 25,96 Milliarden Mal besucht. Neben individuellen Blogs einzelner Personen, haben in den letzten Jahren aber auch immer mehr Unternehmensblogs das Licht der Welt erblickt.

Vorteile von Corporate Blogs im Inbound Marketing

  • Awareness schaffen: Ein Unternehmensblog bietet die perfekte Gelegenheit, um wichtige Inhalte über Ihr Business, wie beispielsweise Informationen, Anleitungen, Hintergrundgeschichten usw. schriftlich festzuhalten, um auf sich aufmerksam zu machen, sich zu etablieren und um Content zu liefern, auf den Ihre Kunden permanent zugreifen können. Sie erzählen mit Ihren Artikeln eine Geschichte über Ihr Unternehmen und Ihre Mitarbeiter, über Ihre Produkte, Arbeitsweisen oder andere Themen, die zu Ihnen und Ihren Kunden passen.

  • Kundenbeziehung pflegen: Neben der Berichterstattung über Ihre Tätigkeiten fungiert Ihr Blog zudem als eine Anlaufstelle für die Probleme und Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe. Sie können der „Retter in der Not“ sein, Fragen Ihrer Kunden in Ihren Blogposts beantworten, Hinweise und Inspirationen geben und so nachhaltig die Beziehung zu ihnen pflegen.

  • Reichweite und Traffic generieren: Wenn Sie in Ihren Beiträgen häufig gesuchte Keywords und Fragestellungen verwenden, können Sie Ihren Unternehmensblog als Werkzeug nutzen, um besser gefunden zu werden. Sie generieren mehr Traffic auf Ihrer Seite und erreichen auf dem Weg noch mehr Menschen. Suchmaschinen wie Google werden zunehmend als Auskunftsstelle und Orakel für alle möglichen Fragen genutzt. Aktuell stellen die Menschen weltweit täglich mehr als 3,5 Milliarden Suchanfragen und über 40.000 Fragen pro Sekunde. Dementsprechend lohnt es sich auch in die Texte und Inhalte zu investieren, damit Kunden leichter zu Ihnen finden und auf Ihrem Unternehmensblog Antworten auf Ihre Fragen erhalten. Um Ihnen bei der Frage zur Seite zu stehen, ob Sie sich den Texten dafür selbst annehmen oder Hilfe in Anspruch nehmen sollen, haben wir Ihnen hier Tipps dafür zusammengefasst.

  • Themenführerschaft übernehmen: Ein Unternehmensblog hilft Ihnen dabei sich als eine seriöse und gefragte Quelle zu etablieren, die Ihrer Zielgruppe im Gedächtnis bleibt. Mit inhaltlich wertvollem Content begeistern Sie Ihre Leser und bauen zudem Ihr Thought Leadership (die Wahrnehmung Ihres Unternehmens als Branchenexperte) weiter aus.

  • Marke stärken: Stellen Sie Ihrer Zielgruppe auf der Buyer’s Journey nützliche Informationen zur Verfügung, die als Nachschlagewerk dienen können, und stärken Sie Ihre Marke mit interessanten Geschichten aus und mit Ihrem Unternehmen.

Best Practice Unternehmensblog für Inbound

Das österreichische Unternehmen Sodexo, weltweit führender Anbieter für Motivationskonzepte, Gemeinschaftsverpflegung und Facilitymanagement, deckt mit seinem Unternehmensblog alle drei Phasen der Buyer’s Journey ab:

  • Awareness: Artikel wie “Was wünschen sich Mitarbeiter in 2021?” und “Die ultimative Anleitung zum Mitarbeitergutschein”

  • Consideration: Artikel wie “Weihnachtsgrüße an Mitarbeiter”, tiefgreifendere Artikel über Funktionsweisen der Gutscheine

  • Decision: Artikel wie “26.000 Sodexo-Einlösestellen in Österreich”

Wie gelingt eine gute Inbound Marketing Strategie?

Die wohl wichtigste Eigenschaft, die Sie beim Inbound Marketing benötigen, ist Durchhaltevermögen. Ähnlich wie bei einem Marathonlauf geht es darum, bei anfänglichen Anstrengungen stets das Ziel im Blick zu behalten. Wer langfristig am Ball bleibt und in Kauf nimmt, dass es die ersten Kilometer bergauf geht, läuft am Ende durchs Ziel. Testen Sie verschiedene Ansätze aus und schlagen Sie danach die Wege ein, die sich bewährt haben. Zwei Schritte sind grundsätzlich wichtig bei der Umsetzung Ihrer Inbound Marketing Strategie:

  1. Buyer Persona: Zunächst geht es um die Buyer Persona. Versetzen Sie sich in die Lage Ihrer Kunden. Konzentrieren Sie sich zu Beginn auf ein oder zwei BPs, um entsprechend passende Ziele zu setzen. Wie können Sie diesen Personen wirklich helfen? Über ein Video, einen Blog, eine Anleitung oder vielleicht ein Ebook? Sollten es Checklisten, Webinare oder unterhaltsame TikTok-Videos sein?

  2. Ziele: Nachdem die Bedürfnisse feststehen, können Sie eine langfristige Strategie erstellen und Marketingziele definieren. Wie viele Menschen Ihrer Zielgruppe möchten Sie bis wann erreichen? Gibt es Events oder neue Produkte, die Sie anteasern können? Wenn Sie die Buyer Persona geschickt bestimmen und die entsprechende Buyer‘s Journey nachvollziehen können, fällt das Generieren von geeigneten Inhalten entsprechend leichter.

Welche Rolle spielt Marketing Automatisierung für Inbound?

Für effizientes Arbeiten bietet sich die Marketing Automatisierung und einige dazu passende Tools, mit denen Sie Zeit und Ressourcen sparen. Der Anbieter Marketo bietet Ihnen zahlreiche Möglichkeiten, von der Kundenstammanalyse, über personalisierten und automatisierten Kampagnen bis hin zur Erstellung von Landingpages und Social Media. Der Einsatz von Marketing Automatisierung ist besonders für die Lead Generierung und das Lead Nurturing sinnvoll, da Sie Ihre Leads mit den richtigen Werkzeugen einfacher, kostensparender und erfolgreicher begleiten können. Außerdem kommunizieren Sie vor, während und nach der Kaufentscheidung besser mit ihren Kunden und erzielen durch nachhaltiges Marketing eine höhere Conversion Rate. Neben Marketo gibts es noch zahlreiche andere Dienstleister, wie beispielsweise Hubspot oder Pardot, aber auch Mailchimp oder ActiveCampaign, die sich besonders auf Email Marketing und Kontaktpflege spezialisiert haben.

Trend #1: Corporate Journalism

Neben dem Erstellen eines Unternehmensblogs sind vor allem ansprechende und passend gewählte Inhalte von Bedeutung. Sie können sich, neben mitarbeiterbezogenen Beiträgen, FAQs oder Anleitungen für Ihre Produkte auch in anderen Themengebieten journalistisch engagieren und einen Blick über den virtuellen Tellerrand wagen. Corporate Journalism bietet die einmalige Möglichkeit die Kultur und Werte Ihres Unternehmens noch eindringlicher und überzeugender darzustellen. Ein gutes Beispiel dafür ist der Unternehmensblog von IKEA: Neben Einrichtungsinspirationen und Produktvorstellungen schreiben Autoren hier auch über Themen wie Umwelt und Nachhaltigkeit, Wirtschaft und Unternehmen, aber auch Kultur – Gebiete, die sich perfekt mit dem schwedischen Unternehmen verbinden lassen. Ideen für die eigenen vier Wände lassen sich über einen vertiefenden Blogartikel noch überzeugender gestalten, wohltätige Kollaborationen können vorgestellt werden und mehr Menschen erreichen und Karriereleitern noch attraktiver beschrieben werden.

Mit Corporate Journalism erwecken Sie Ihr Unternehmen zum Leben und können Ihren Lesern über vielschichtigen Content noch näher sein. Auf diesem einzigartigen und subtilen Weg verankern Sie sich und Ihr Unternehmen langfristig in den Köpfen Ihrer Leserschaft. Die Optionen der Inhalte sind praktisch endlos – genau wie das Potenzial, das im Feld des Corporate Journalism steckt.

Trend #2: Interne Influencer

Wer sich mit dem Thema Unternehmensblog auseinandersetzt, wird sich früher oder später mit der Frage “Wie bringe ich meine Mitarbeiter dazu Blogartikel für mein Unternehmen zu schreiben” auseinandersetzen. In vielen Fällen haben Mitarbeiter bereits private Blogs und in einigen dieser Fälle überschneiden sich die Themen dieser Blogs mit denen Ihres Unternehmens. Hierbei fallen uns adhoc weiterführende Fragen ein:

  • Wie motiviere ich (geeignete) Mitarbeiter Blogartikel zu Unternehmensthemen zu schreiben? (Vergütung, Benefits, Wettbewerb/Gewinnspiel, Kooperation)

  • Wie steuere/überprüfe/messe ich diese Inhalte?

  • Wie binde ich Mitarbeiter Blogs in meine Content Strategie technisch und inhaltlich am sinnvollsten ein?

  • Welche Richtlinien sollen meine Mitarbeiter beachten (Unternehmenslogo, Backlinks, Sprachlich-Stilistisch, Design)

  • Wie schule ich meine Mitarbeiter zu den Themen Bloggen, SEO, Marketing Automation & Lead Generierung?

  • Was passiert mit den Inhalten/dem Blog, wenn der Mitarbeiter das Unternehmen verlässt?

Tim Höttges, CEO der deutschen Telekom, zeigt wie’s geht: Der Vorstandsvorsitzende nutzt seine Artikel bei Linkedin, um über das Unternehmen, interne Veranstaltungen, seine eigene Arbeit und Person, aber auch über aktuelle, soziale und wirtschaftliche Themen zu berichten.

Trend #3: Videomarketing

Während der richtige Inhalt maßgeblich für den Erfolg des Marketings ist, fand das Video Software Unternehmen Wistia heraus, dass auch die Länge der Videos eine entscheidende Rolle spielt. Das Ergebnis: die 2 Minuten Grenze scheint der optimale „Sweetspot“ zu sein. Ein gutes Beispiel ist das österreichische IT-Unternehmen ACP, das auf Youtube über verschiedenste Bereiche mit entsprechend unterschiedlich langen Videos Marketing betreibt:

  • 15-60 Sekunden: Bei knappen Produkt- oder Mitarbeitervorstellungen beispielsweise liegt die Kürze in der Würze.

  • 1-2 Minuten: Etwas länger können die Videos über komplexere Themen und informative Inhalte sein oder eine Antwort auf die Frage, wie ACP Wlan untertage bringt, beispielsweise.

  • ab 2 Minuten: Komplexere Themen lassen sich unter zwei Minuten kaum erklären. Bei Videos die länger dauern, sollten Sie sich überlegen, wie Sie Ihre Themen sinnvoll splitten und in Blöcken zusammenfassen können. Hier empfiehlt sich eine Länge von 2-5 Minuten pro Video. Der große Vorteil für User sind übersichtliche Themen Cluster die man sich nach Belieben ansehen kann. Außerdem erleichtern Sie sich das Refurbishen Ihres Video Contents in den darauffolgenden Jahren enorm.

Wie an den Beispielen schön zu sehen ist, sind Aspekte wie die Video-Ausstattung und Tonqualität beim Videomarketing nicht mehr zwingend notwendig Wichtig ist, dass es authentisch, informativ und bereichernd für die Zuschauer ist.

Trend #4: Mobile Marketing

Ja, Mobile Marketing ist auch im Jahr 2021 nicht wegzudenken, allerdings ergibt der Satz “Wir lassen A5 Flyer drucken und dasselbe A5 Design übernehmen wir für die Werbetafeln an der Autobahn auch.” ungefähr genauso viel Sinn, wie das Ausspielen eines einzigen Sujets auf allen Ad Placements der jeweiligen Plattform. Hier ist weniger oft mehr. Viel wichtiger ist der sinnvolle Einsatz Ihrer Ressourcen (Budget & Mitarbeiter) und die Optimierung der (Werbe-)Sujets auf die Geräte, die Sie konkret targeten. Sehen Sie sich die einzelnen Spezifikationen der gewählten Placements an und halten Sie die optimalen Formate ein. Denn wozu sollten Sie Geld ausgeben, wenn beispielsweise Ihr Logo und Textteile abgeschnitten oder falsch dargestellt wird?

Trend #5: Featured Snippet Optimierung

Überlegen Sie sich, ob und auf welchen Seiten die Snippet Optimierung bei Ihnen Sinn macht. Google zeigt insbesondere bei Suchanfragen die als Frage formuliert sind, ein Content Snippet prominent über den organischen Suchergebnissen an und versucht die Frage kurz und knackig zu beantworten.

  • Google zitiert als Snippet u.a.
  • Absatz
  • Liste
  • Reihe von Schritten
  • Tabelle

Trend #6: Interactive Content

Steigern Sie das Engagement auf Ihren Seiten und senken Sie Ihre Bounce Rate mit interaktivem Content. Mittlerweile gibt es einige SaaS Anbieter wie Outgrow, Convert Calculator & Involve.me deren fertige interaktive Vorlagen Sie relativ einfach und schnell auf Ihrer Website implementieren können. Wir sind der Meinung, dass sich ein Test auf jeden Fall lohnt.

Was sollten Sie über Gated Content wissen?

Haben Sie schon einmal Ihre Daten hinterlassen, in der Hoffnung auf einen für sie nützlichen Download, den Sie dann aber enttäuscht wieder in den Papierkorb verbannen mussten? Da jeder diese Frage bejahen würde – schließlich ist Gated Content seit 2012 bereits im Trend – ist diese Herangehensweise mit Vorsicht zu genießen. Das Verlockende am Gated Content ist, dass es so schön einfach klingt: Sie bieten Ihren Kunden einen kostenlosen Download und erhalten im Gegenzug Kontaktdaten und haben im Handumdrehen einen Lead generiert! Oder? Na ja, nicht ganz … der gewonnene Kontakt ist nur dann wertvoll, wenn der von Ihnen gebotene Download wertvoll ist. Der Inhalt muss für den Kunden einen Mehrwert haben: Er soll von Ihnen überzeugt werden, bei Ihnen bleiben und vor allem nicht bereuen, Ihnen seine persönlichen Informationen überlassen zu haben. Content, der als Zeitverschwendung empfunden und direkt wieder gelöscht wird, ist nicht zielführend. Hier gilt es, authentisch und einfühlsam zu handeln und so einen geeigneten Download bereitzustellen. Die gängigsten Formate sind:

  • Checklisten
  • E-Book
  • Whitepaper
  • Infografik
  • Cheatsheet
  • Video / Webinar on Demand
  • Teilnahmevoucher/-rabatt

Fazit: Mit Inbound Marketing 2022 Kunden finden & binden

Das Herausfordernde aber auch Spannende an Inbound Marketing: Die besten Erfolge kommen selten über Nacht. Nur wer sich mit der Online-Welt anfreundet, strategisch plant und zuverlässig interessanten und qualitativen Content liefert, wird auf lange Sicht erfolgreich sein. Sorgen Sie dafür, dass Sie gefunden werden und begeistern Sie Ihre Kunden mit dem höchsten Mehrwert, den Sie aufbieten können. Sie werden es Ihnen durch Vertrauen, Loyalität und langfristige Kundenbindung danken. Sie sind auf der Suche nach einem Laufpartner, Trainer oder Teammitglied? Erfahren Sie in einem kostenlosen Erstgespräch, wie eine digitale Strategie in Ihrem Unternehmen gewinnbringend eingesetzt werden kann.  

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