Wie sieht die optimale Meta-Description für Blogbeiträge aus?

von Pia Eck,
25 . Juni 2022
Lesezeit: 7 Minuten
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Die Meta-Description ist ein wichtiger SEO-Faktor. Wie ein Filmtrailer soll sie Leser zum Klicken auf Ihren Blogbeitrag animieren. Wie das gelingt, erfahren Sie in diesem Artikel.

Schauen Sie gerne Filme? Dann kennen Sie das Prinzip der Meta-Description für Blogbeiträge bereits recht gut. Denn es ähnelt stark einem guten Trailer, mit dem Filmemacher das Publikum begeistern und sie vor den Bildschirm locken möchten. Ganz kurz werden einige Szenen gezeigt, die den Inhalt des Films sowie dessen Highlights anteasern, Sie erfahren anhand von Auszeichnungen, Pressestimmen o.ä., dass der Film wirklich sehenswert ist und werden zum Schluss zum Anschauen aufgefordert. Je mehr Zuschauer sich danach entscheiden, den Film zu sehen, desto gelungener war der Trailer. Dasselbe gilt für die Meta-Description eines Blogbeitrags und jeder anderen Webseite oder Landingpage.

 

Anhand eines kurzen Textauszugs in den Suchergebnissen von Suchmaschinen und Social Media Plattformen sollen Internetnutzer entscheiden können, ob sie die jeweilige Seite öffnen. Diese sogenannten SERP-Snippets bestehen aus einem Meta-Title und einer Meta-Description, also einem kurzen Beschreibungstext, der im Head-Bereich des entsprechenden HTML-Dokuments hinterlegt wird. Genau genommen ist dieser Teil der Content Creation also gar keine so schwierige und dennoch sehr wichtige Sache. Um das zu verstehen und von nun an optimale Meta-Descriptions für Blogbeiträge zu erstellen, lesen Sie gerne weiter.

 

Expertentipp:

Wenn Sie Ihren Blogbeitrag für Google optimieren, dann orientieren Sie sich im ersten Schritt an den Hinweisen von Google. Unter Google Search Central (früher Google Webmaster) finden Sie für Google relevante SEO-Aspekte zur Meta-Description.

 

Was ist eine Meta-Description?

Die Meta-Description (auch SEO Description oder Description Meta Tag) ist eine kurze inhaltliche Zusammenfassung inklusive Handlungsaufruf. Sie wird gemeinsam mit dem Meta-Title als SERP-Snippet (oder Google Snippet) in den Suchergebnissen angezeigt und sollte für jede aufrufbare Seite Ihres Onlineauftritts händisch verfasst und im HTML-Quellcode hinterlegt werden. Heutzutage bieten fast alle professionellen CMS (Content Management Systeme) eine integrierte Funktion, um die Meta-Description anzulegen, ohne dafür im Quellcode arbeiten zu müssen. Außerdem stehen i.d.R. Plugins zur Verfügung, wie beispielsweise für WordPress. Fehlt die Meta-Description, zeigen Google & Co. eine selbst zusammengestellte Beschreibung an, die am besten zur Suchanfrage des Users passt.

Bildhinweis:  Beispiel eines SERP-Snippet mit Meta-Title (blau) und Meta-Description (Text darunter).

Bildhinweis:  Beispiel eines SERP-Snippet, das von Google selbst erstellt wurde, um optimal auf die Suchanfrage zu reagieren.

Warum ist die Meta-Description für Blogbeiträge wichtig?

Vielleicht fragen Sie sich gerade, warum die Meta-Description überhaupt wichtig ist. Diese Frage ist durchaus begründet, denn dort, wo sie fehlt, fügt Google einfach selbst einen Textauszug hinzu, der zur Suchanfrage des Internetnutzers passt. Die Beschreibung bleibt also niemals leer. Außerdem gehen nur die wenigsten auf Seite 2 oder 3 der Suchergebnisse. Laut einer aktuellen Sisitrix-Studie zur Google CTR sollen es sogar weniger als 1% sein. Es ist also anzunehmen, dass Ihre eigens verfasste Meta-Description niemanden zum Klick animiert, solange sie nicht mindestens unter den Top 10-Suchergebnissen ist und überhaupt gelesen wird. Trotzdem zählt eine fehlende Meta-Description bei professionellen SEO-Tools wie ahrefs zu den schwerwiegenden Fehlern einer Seite, die in alarmierendem Rot dargestellt werden.

Warum also ist die Meta-Description für Blogbeiträge und andere Seiten so wichtig?

 

  • Weil die Klickrate sich auf Ihr Ranking auswirkt
    Die Meta-Description ist zwar kein direkter Ranking-Faktor bei Suchmaschinen, hat aber Auswirkungen auf die Klickrate (Click-Through-Rate, kurz CTR) der Seite. SEO-Spezialisten gehen davon aus, dass Seiten mit höherer Klickrate besser gerankt werden. Das Ziel besteht also darin, potentielle Leser zum Klick auf Ihren Blogbeitrag zu animieren.

  • Weil Sie eine Chance verpassen würden
    Google mag bei fehlender oder für die Suchanfrage wenig passender Meta-Description selbst ein Snippet erstellen. Doch würden Sie eine wichtige Chance verpassen, den Internetusern Lust auf Ihren Blogbeitrag zu machen. Eine gelungene Beschreibung macht neugierig, verspricht ein Problem zu lösen oder wertvolle Information zu liefern. Lassen Sie diese Chance nicht ungenutzt.

Expertentipp:

Es macht wenig Sinn, Ihr Snippet laufend zu optimieren, solange Ihr Blogbeitrag es noch nicht unter die Top10 bei Google geschafft hat. Versuchen Sie einfach von Anfang an eine attraktive Meta-Description für Ihren Blogbeitrag zu verfassen und überprüfen Sie diese, sobald Sie ganz vorne mitspielen.

Was sollten Sie bei der Meta-Description beachten?

Bei der Erstellung einer optimalen Meta-Description sollten Sie einige Dinge im Hinterkopf behalten:

  1. Beachten Sie die Länge der Meta-Description
    Technisch gesehen wird die Länge der Meta-Description in Pixeln gemessen. Für Desktop umfasst diese momentan 990Px und für Mobilgeräte 1.300 Px inklusive Leerzeichen.

  2. Rich-Snippets reduzieren die Zeichenlänge
    Rich Snippets sind spezielle Elemente wie Datum oder Autor, die die Zeichenlänge der Meta-Description verkürzen können.

  3. Verwenden Sie Emojis und Sonderzeichen bewusst
    Grundsätzlich können Sie alle Sonderzeichen und Emojis verwenden. Setzen Sie diese aber bewusst ein, denn sie sollten zu Ihrem ganzheitlichen Onlineauftritt passen sowie eine Funktion erfüllen.

  4. Erstellen Sie einzigartige Meta-Descriptions
    Jeder Blogbeitrag sollte unique sein, um von Google nicht als Duplicate Content eingestuft zu werden.

  5. Verwenden Sie das Main Keyword Ihres Blogbeitrags
    Das Main Keyword (auch Fokus Keyword) sollte in der Meta-Description enthalten sein, denn ansonsten erstellt Google selbst eine Beschreibung.

Expertentipp:

Sie werden online immer wieder lesen, dass der Meta-Title und die Meta-Description nicht abgeschnitten sein sollen. Wenn sich dadurch Verständnisprobleme ergeben, stimmen wir dem zu. Nicht aber, wenn der Inhalt gut verständlich ist und die Neugierde des Internetnutzers trotzdem geweckt wird.

Wie erstellen Sie eine optimale Meta-Description?

Eine sehr beliebte Methode im Content Marketing ist das AIDA-Prinzip, das auch in unserem Beispiel angewandt wurde. Wie bereits erläutert, ist es in diesem Fall wenig problematisch, dass der Titel nicht vollständig angezeigt wird. Denn abgesehen davon, dass zumindest Google die Länge der SERP-Snippets immer mal wieder ändert, wird hier sogar die Neugier geweckt, was genau sich hinter den 3 Pünktchen verbirgt.

Bildhinweis:  Vergleichen Sie die beiden SERP-Snippets, die für die Suchanfrage „Textbausteine Blogbeitrag“ angezeigt werden. Der obere ist nach dem AIDA-Prinzip ausgebaut, der untere hat keine eigene Meta-Description.

Das AIDA-Prinzip

Das AIDA-Prinzip entspricht einerseits Googles Wunsch nach einer klar strukturierten Beschreibung: „Fügen Sie der Beschreibung klar strukturierte Daten hinzu.“ (vgl. Google Search Central: Aussagekräftige Titel & Snippets) Andererseits erregt die Methode die Aufmerksamkeit der Leser, weckt ihr Interesse sowie ein bestimmtes Verlangen, um Sie schließlich zum Öffnen Ihres Blogbeitrags zu animieren.

 

  • A = Attraction (Aufmerksamkeit)
    Die Aufmerksamkeit des Lesers wird hier durch eine Frage erregt.

  • I = Interest (Interesse)
    Ein bestimmtes Interesse des Lesers wird angesprochen, in diesem Fall an Werkzeugen für gute Blogbeiträge.

  • D = Desire (Verlangen)
    Beim Leser wird ein Verlangen nach dem erzeugt, was der Blogbeitrag verspricht.
    In unserem Beispiel ist es der Wunsch gute Blogbeiträge für Leser und Suchmaschinen zu schreiben. Das Sonderzeichen ▷ weist auf das optimale Ergebnis hin.

  • A = Action (Handlung)
    Der Leser wird zum Klick, d.h. zum Öffnen des Blogbeitrags animiert. Hier durch den Pfeil → sowie den CTA (Call-to-Action) “Jetzt mehr erfahren”.

Sonderzeichen in der Meta-Description

Sonderzeichen wie Häkchen, Pfeile oder Emojis unterstreichen die Struktur der Meta-Description und ziehen die Aufmerksamkeit der User zusätzlich an. Folgende Zeichen werden von Content Marketern gerne eingesetzt:

✓    die Aussage ist richtig / wahr / lässt sich nachvollziehen
  Verweis / Beweis, um Aussage zu unterstreichen
  mehrere Vorteile / Aspekte / Konsequenzen
  diese Folge / Dinge lassen sich vermeiden
  besonderes Produkt / Dienstleitung / Wissen etc.
  Review oder Lieblingsprodukt / -dienstleistung
  Kontakt 
  CTA (Call-to-Action)


Aufbau und Text der Meta-Description für Blogbeiträge

Wie Sie bereits gesehen haben, ist das AIDA-Prinzip eine erfolgreiche Methode, um Leser zum Klick auf Ihren Blogbeitrag zu animieren. Zusätzlich können Sie die Meta-Description auch zur Stärkung Ihrer Marke verwenden, um einen Wiedererkennungseffekt zu erzeugen. Damit sprechen Sie vor allem Internetnutzer an, die großes Interesse an Ihrer Branche haben und sich stark mithilfe von Suchmaschinen informieren.

Diese Einzigartigkeit erreichen Sie durch zwei Dinge:

  1. Den Aufbau Ihrer Meta-Description
    Geben Sie Ihren Beschreibungen einen einzigartigen Anstrich, der immer wiederkehrt, beispielsweise durch die Verwendung des immer gleichen Markenslogans oder einem Emoji, das zu Ihren Inhalten passt.

  2. Den Text Ihrer Meta-Description
    Der eigene Stil ist unverkennbar, egal, ob Sie einen langen Text oder einen kurzen Textauszug schreiben. Lassen Sie also auch in Ihren Beschreibungen den eigenen Stil aufblitzen, z.B. durch witzige Formulierungen oder die häufige Verwendung von Adjektiven.

Best-Practice Beispiele für optimale Meta-Descriptions

Letztlich gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, eine optimale Meta-Description zu verfassen. Als kleine Inspiration hier einige gelungene Best-Practice Beispiele:

Bildhinweis:  3 Best-Practice Beispiele für eine optimale Meta-Description für Blogbeiträge des ACP Blog, Magenta Business Blog und Contentfish Blog.Bildhinweis:  3 Best-Practice Beispiele für eine optimale Meta-Description für Blogbeiträge des ACP Blog, Magenta Business Blog und Contentfish Blog.

Bildhinweis:  3 Best-Practice Beispiele für eine optimale Meta-Description für Blogbeiträge des ACP Blog, Magenta Business Blog und Contentfish Blog.

Meta-Description Tool: SERP-Snippet Generator

Ein fantastisches Tool, das wir bei Contentfish nicht mehr missen möchten, ist der kostenlose SERP-Snippet Generator von Sistrix oder Seobility. Hier tragen Sie einfach Ihren Titel und die Meta-Description ein, um sich eine Vorschau Ihres SERP-Snippets anzeigen zu lassen. Auch für die Verwendung einiger Sonderzeichen ist hier gesorgt, die Sie aus einer Liste hinzufügen können. Um ganz sicher zu sein, dass Ihr Fokus Keyword sinnvoll platziert ist, tragen Sie es in das vorgesehene Feld ein, um es in der Vorschau zu überprüfen.

Auch für diesen Blogbeitrag haben wir den SERP-Snippet Generator verwendet. Das Ergebnis zeigt, dass die Meta-Description auf Desktop durch Hinzufügen der Rich Snippets abgetrennt würde.

Bildhinweis: Vorschau des Desktop Snippet und Mobile Snippet für unseren heutigen Blogbeitrag

Fazit

Denken Sie noch einmal an den Filmtrailer zurück. Er ist der erste Berührungspunkt, einzigartig, kurz und knapp. Auf irgendeine Art und Weise macht er die Zuschauer neugierig auf den Film und fordert sie über einen Handlungsaufruf dazu auf sich den Film anzuschauen. Wenn Sie beispielsweise ein Fan von Tarantino-Filmen sind, dann erkennen Sie bereits anhand des Trailers diesen großartigen Filmproduzent. Ebenso unverkennbar und anziehend sollte Ihre Meta-Description für Blogbeiträge sein. Nutzen Sie diesen SEO-Faktor, um Suchmaschinen und Leser frühzeitig von Ihren Inhalten zu überzeugen.

 

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